Nachwuchswissenschaftler und CYSEC Associated PI gewinnen Deutschen IT-Sicherheitspreis

06.10.2016

Nachwuchswissenschaftler und CYSEC Associated PI gewinnen Deutschen IT-Sicherheitspreis

100.000 Euro für Harvester

Marc Miltenberger, Siegfried Rasthofer, Steven Arzt und Prof. Dr. Eric Bodden (v.l.n.r.)
Marc Miltenberger, Siegfried Rasthofer, Steven Arzt und Prof. Dr. Eric Bodden (v.l.n.r.)

Die Horst Görtz Stiftung verlieh am 6. Oktober zum sechsten Mal den Deutschen IT-Sicherheitspreis, für den Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka erstmals die Schirmherrschaft übernommen hat. Eine Expertenjury wählte aus 45 Einreichungen die besten markt-relevanten Innovationen zur IT-Sicherheit.

Den ersten Preis erhielten die Nachwuchswissenschaftler Siegfried Rasthofer, Steven Arzt und Marc Miltenberger (alle Fraunhofer SIT und TU Darmstadt) sowie CYSEC Associated Principal Investigator Prof. Dr. Eric Bodden (Heinz Nixdorf Institut, Universität Paderborn und der Fraunhofer IEM) für ihre Entwicklung einer vollautomatischen Extraktion sicherheitsrelevanter Informationen aus Android-Apps. Mit Harvester können diese Informationen effektiv, schnell und vollautomatisiert extrahiert werden, selbst wenn sich die Apps durch Verschleierungstechniken vor einer Analyse schützen. Die Erkenntnisse aus Harvester-Analysen helfen, bösartige Apps im Netz schneller zu erkennen und den Diebstahl personenbezogener Daten einzudämmen.

Der zweite Platz (60.000 Euro) an „Joern – Intelligente Schwachstellensuche durch Graphik-Mining“ und der dritte Platz (40.000 Euro) an „SocialSec – A Serious Game on Social Engineering“. Mit insgesamt 200.000 Euro zählt der Deutsche IT-Sicherheitspreis zu den höchst dotierten privat gestifteten Wirtschaftspreisen in Deutschland. Die Jury besteht aus anerkannten IT-Sicherheitsfachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft. „Ich habe den Deutschen IT-Sicherheitspreis ins Leben gerufen, um die Entwicklung marktrelevanter IT-Sicherheitsideen zu stärken und dadurch auch die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft. Das Preisgeld im Wert von insgesamt maximal 200.000 Euro soll möglichst viele Unternehmen und Hochschulen zur Teilnahme und zu neuen Projekten inspirieren“, erklärt Stifter Dr.-Ing. E.h. Horst Görtz. Er gründete die gleichnamige Stiftung 1996 mit dem Ziel, Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre zu fördern. Einen besonderen Schwerpunkt legte er dabei schon immer auf die IT-Sicherheit.

In diesem Jahr richtete das Darmstädter Center for Research in Security and Privacy, kurz CRISP die festliche Verleihung aus.

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