Vertreter Hessischer Ministerien besuchen CRISP

13.12.2016

Vertreter Hessischer Ministerien besuchen CRISP

CYSEC-Forscher präsentierten Demonstratoren zu sicheren Web-Anwendungen und Lokalisierung von Cyberangriffen

Foto: Tobias Scholl
Foto: Tobias Scholl

Die Arbeitsgruppe Forschung, in der Mitglieder verschiedener hessischer Ministerien vertreten sind, besuchte das Center for Research in Security and Privacy CRISP, um sich über die Darmstädter Cybersicherheits-Forschung zu informieren. Nach einer Begrüßung und Vorstellung des CRISP durch Sprecher Prof. Michael Waidner konnten sich die Besucherinnen und Besucher anhand von Exponaten und Demos von der Forschungsarbeit überzeugen.

Neben den Leuchtturmprojekten Sichere Internet-Infrastrukturen und Sichere Web-Anwendungen wurden weitere sechs Exponate gezeigt, die verdeutlichen, dass die Darmstädter Forscherinnen und Forscher an aktuellen und brisanten Themen arbeiten.

Dr. Jörg Daubert und Dr. Florian Volk vom TK Lab präsentieren eine Anwendung zum Lokalisieren von Cyberangriffen auf ausgelegte "Honeypots". Foto: Tobias Scholl
Dr. Jörg Daubert und Dr. Florian Volk vom TK Lab präsentieren eine Anwendung zum Lokalisieren von Cyberangriffen auf ausgelegte „Honeypots“. Foto: Tobias Scholl

So präsentierte die TU Darmstadt mit ihrem Profilbereich für Cybersicherheit CYSEC die App HoneypotToGo, die die Bedrohungslage in drahtlosen Netzwerken analysiert, egal ob zu Hause, im Hotel oder im Café.

Das Fraunhofer SIT zeigte die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom entwickelte Volksverschlüsselung, die eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die breite Bevölkerung ermöglicht. Ein Projekt vom Fraunhofer IGD beschäftigt sich mit der visuellen Verfolgung von Cyberangriffen in großen, dynamischen Netzwerken. Der Demonstrator verdeutlicht eindrucksvoll die rapiden Änderungen im Internet Routing.

Cristian-Alexandru Staicu vom Software Lab präsentiert eine Lösung zur einfachen Absicherung von Webanwendungen. Foto: Tobias Scholl
Cristian-Alexandru Staicu vom Software Lab präsentiert eine Lösung zur einfachen Absicherung von Webanwendungen. Foto: Tobias Scholl

Außerdem konnten sich die Besucherinnen und Besucher davon überzeugen, wie schnell ihr Gesicht gescannt werden kann, hält man dagegen ein Foto oder ein Video vor die Kamera, wird der Scan abgelehnt – auch hier eine Entwicklung, die es Kriminellen erschwert, sich unberechtigterweise Zutritt zu verschaffen. Die Hochschule Darmstadt präsentierte das Weiterbildungsprogramm Open C3S sowie eine Methode, mit der eine Echtzeit-Identifikation auf großen biometrischen Datenbanken gewährleistet wird. Darüber hinaus zeigte sie ihr Projekt Fingerprint Image Quality, welches ab kommenden Jahr in deutschen Einwohnermeldeämtern und Botschaften für die Qualitätsbewertung von Fingerabdrücken zum Einsatz kommt.

Die interessanten Demonstratoren regten zu einem intensiven Austausch zwischen den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Forschung und den Wissen­schaft­lerinnen und Wissenschaftlern an.

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