CYSEC-PI Prof. Mira Mezini erhält För­derung für Projekt zu problema­tischen Kinder-Apps

27.03.2018

CYSEC-PI Prof. Mira Mezini erhält För­derung für Projekt zu problema­tischen Kinder-Apps

Google Faculty Research Awards vergeben

CYSEC-PI Prof. Mira Mezini
CYSEC-PI Prof. Mira Mezini

CYSEC-PI Prof. Mira Mezini hat einen der Google Faculty Research Awards 2017 erhalten. Die Förderung in Höhe von ca. 70.000€ wurde für das Projekt „Identifying Problematic Children Apps“ bewilligt.

Die Förderung ermöglicht es laut Google einem Doktoranden ein ganzes Jahr an diesem Projekt zu arbeiten, außerdem können die Forscher der Arbeitsgruppe der jeweiligen Universität mit den Wissenschaftlern und Ingenieuren von Google direkt zusammenarbeiten und so Synergien nutzen.

Aus 1033 Anträgen von 360 Universitäten wurden nach mehreren Auswahlrunden 152 Projekte zur Förderung ausgewählt.

Weitere Informationen

Google Research Blog

Projektbeschreibung

Smartphones und deren Fähigkeit quasi beliebige Anwendungen (Apps) auszuführen stellen viele Eltern vor große Herausforderungen im Hinblick darauf welche Apps für ihre Kinder geeignet sind . Deswegen wurden Gütesiegel (“Familie”, ab 5 Jahre, etc.) eingeführt, die es Eltern ermöglichen Apps zu identifizieren, die die Privatheit ihrer Kinder nicht verletzen. Leider hat sich jedoch gezeigt, dass es immer wieder Apps in die großen App-Stores schaffen, die trotz entsprechender Auszeichnung Kinder in unangemessener Weise nachverfolgen. Das Ziel dieses Projektes ist es, eine bessere Erkennung solcher Apps mit Mitteln der automatisierten Analyse von Softwareverhalten zu ermöglichen und somit das Vertrauen in die Gütesiegel wieder herzustellen.

Viele dieser Apps setzen jedoch auf Mechanismen, die eine Analyse erschweren. Zum Beispiel wird der ursprüngliche Code so verschleiert, dass die Namen im Code, die Hinweise auf die Funktionalität der Anwendung geben, durch unverständliche Zeichenfolgen ersetzt werden. Um das Verhalten analysieren zu können, werden wir neueste Forschungsergebnisse anwenden, die es uns ermöglichen den ursprünglichen Code zu identifizieren und somit die Analyse erleichtern. Basierend darauf lässt sich einfacher festzustellen, ob Kinder in unangemessener Weise nachverfolgt werden (z.B. GPS-Standort, Kommunikationsdaten) oder ob dem Kind Inhalte präsentiert werden, die nicht altersgerecht sind.

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